Zahnbehandlungsphobie und Scham

Zahnbehandlungsangst hat viele Gesichter. Ein elementarer Aspekt, der es Betroffenen schwer macht, sie zu überwinden, ist die Scham. Denn einzugestehen, dass man ein Problem hat, ist nicht einfach. Aber warum gibt es überhaupt das Schamgefühl? Wozu dient Scham? Und vor wem schämt man sich eigentlich genau, wenn man unter Zahnarztangst leidet? Dieser Beitrag beleuchtet das Thema näher.

Was ist Scham?

Scham ist ein Gefühl, das wohl alle Menschen kennen. Die Online-Enzyklopädie Wikipedia definiert Scham als „ein Gefühl der Verlegenheit oder der Bloßstellung, das durch Verletzung der Intimsphäre auftreten kann oder auf dem Bewusstsein beruhen kann, durch unehrenhafte, unanständige oder erfolglose Handlungen sozialen Erwartungen oder Normen nicht entsprochen zu haben.“

Die Scham kann viele Auslöser haben. Manchmal ist es eine konkrete Situation, die uns die Schamesröte ins Gesicht treibt. Meist ist diese ebenso schnell vorbei, wie sie gekommen ist. Anders ist es bei langanhalternder Scham: Berufliches Versagen, Armut, Arbeitslosigkeit, Übergewicht oder Angst können Auslöser für tiefe Schamgefühle sein. Betroffene leiden sehr stark darunter, denn Scham gehört zu den stärksten, unangenehmsten und intimsten Regungen, die ein Mensch durchleben kann.

Scham in Maßen ist sinnvoll und nützlich

"Scham ist nur die Angst vor der eigenen Unvollkommenheit."

„Scham ist nur die Angst vor der eigenen Unvollkommenheit.“

Aber Scham hat nicht nur negative Aspekte, sie kann auch nützlich sein. Denn das Schamgefühl dient jedem Einzelnen als Schutzschirm für seine Intimität. Sie beschützt unsere Grenzen, und auch die Grenzen der anderen – daher können wir uns auch „fremdschämen“.

Scham ist auch für die Gesellschaft wichtig, denn sie beschwichtigt durch ihr Vorhandensein die Mitmenschen. Regelverletzungen führen oftmals zu Schamgefühlen. Dadurch ist der Einzelne motiviert, keine Handlungen auszuführen, die zu Scham führen. In Maßen ist Scham also hilfreich für unser seelisches Wohlbefinden und dient gleichzeitig als Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält.

Übrigens: Scham ist ein Gefühl, das kein Lebewesen außer dem Menschen empfinden kann. Somit ist sie untrennbar mit dem Menschsein verbunden. Aristoteles beschreibt sie sogar als Tugend des Feingefühls.

Übermäßige Scham führt zu Problemen

Schämt euch nicht eurer Scham!

„Schämt euch nicht eurer Scham!“

Wir sehen: Scham ist normal und es ist gut, dass wir Menschen dieses Gefühl haben. Übertriebene Scham kann allerdings zu Problemen führen, wie jeder Angstpatient weiß. Denn sie lähmt und ist Auslöser von Perfektionismus, Sucht, Schuldgefühlen, Aggressivität – oder von Angststörungen, wie zum Beispiel bei der Zahnbehandlungsphobie. Hier ist ein natürliches Gleichgewicht gestört, das es wieder in den Griff zu kriegen gilt.

Denn oft geht mit übermäßigen Schamgefühlen ein Gesundheitsrisiko einher: Betroffene meiden beispielsweise Vorsorgeuntersuchungen, was zu einer Verschlechterung der Ursache für die Scham führt – ein Teufelskreis. Die Seele leidet ebenfalls unter übermäßiger Scham: Sie beherrscht bei vielen Betroffenen den Alltag, legt sich über das ganze Leben und dämpft Freunde, Elan und vor allem die Lust aufs Lächeln.

Scham vor dem Zahnarzt und vor den Mitmenschen

"Je mehr ein Mensch sich schämt, desto anständiger ist er."

„Je mehr ein Mensch sich schämt, desto anständiger ist er.“

Betroffene von Zahnbehandlungsphobie haben doppelt zu kämpfen: Die Scham tritt sowohl gegenüber dem Zahnarzt und seinem Team, als auch vor dem Mitmenschen im Alltag auf.
Niemand schämt sich gern vor Familie, Freunden und Angehörigen. Noch schlimmer wird es, wenn der Zahnzustand ein Stadium erreicht hat, in dem Betroffene sich auch vor Fremden schämen – sei es aus Angst vor Mundgeruch, dem Hervorblitzen kariöser Zähne, oder weil der Zahnstein deutlich sichtbar zutage tritt.

Aus der Scham heraus entstehen in der Folge oft sozialer Rückzug und Isolation. Man fühlt sich wertlos, ungenügend und falsch. Viele Betroffene leiden außerdem unter Schuldgefühlen, weil sie wissen, dass sie den Gang zum Zahnarzt vor sich herschieben. Dadurch verschlimmert sich ihre Situation weiterhin.

Doch auch vor dem Zahnarzt und seinem Praxisteam macht die Scham nicht halt: Mit jedem Loch wird es schwerer, sich endlich zum Zahnarzt zu trauen. Man weiß selbst, dass es nicht gut um den Zustand der eigenen Zähne bestellt ist – wenn ich selbst mich schon verurteile, wie wird dann erst der Zahnarzt über mich denken?

Hierbei gilt es zu bedenken: Jeder Zahnarzt ist ein Profi. Und zum professionellen Umgang mit Patienten, insbesondere Angstpatienten, gehört, ihre Ängste ernstzunehmen, sie nicht auszulachen und sie nicht zu verurteilen. Im Gegenteil: Für einen Zahnarzt ist es eine Herausforderung, selbst ein schwieriges Gebiss wieder in einen erfreulichen Zustand zu versetzen.

Wenn das geschafft ist, können alle stolz sein: Der Zahnarzt, das Praxisteam, und nicht zuletzt Sie selbst als Betroffener. Allein dafür lohnt es sich, sich Ihrer Scham zu stellen.

Fluch und Segen des Internets – warum Online-Diagnosen so gefährlich sind

Sie sind Jahre nicht beim Zahnarzt gewesen?

Und jetzt das – Schmerzen! Was nun?

Erster Schritt bei Zahnschmerz führt oft zu Google

Heute führt der erste Schritt bei Zahnschmerz leider oft nicht zum Profi, sondern ins Internet. Oft wird nach allen Regeln der Kunst gegoogelt, was die Tastatur hergibt, um möglichst genau herauszufinden, was man hat und was auf einen zukommt.

Leider ist die Online-Diagnose nicht so einfach, selbst als Fachmann. Immer wieder werde ich in Onlineforen damit konfrontiert, dass man von uns Zahnärzten eine perfekte Diagnose und am besten noch einen Eurobetrag abfragt. Natürlich, ohne dass ich den Patienten jemals zu Gesicht bekommen habe.

Online-Diagnose via Google

Online-Diagnose via Google

Trau‘ keiner Online-Diagnose

Warum eine Online-Diagnose nicht sinnvoll ist, zeigt ein spektakulärer Fall aus der eigenen Praxis, der sich wie folgt darstellte:

Ein neunzehnjähriger Patient suchte mich auf. Er war in Begleitung seiner Mutter und war auffallend ausgemergelt. Ich fand heraus, dass er über die vergangenen drei Jahre extrem viel abgenommen hatte. Der Grund dafür war, dass er sich wahnsinnig viele Sorgen um die Entfernung seiner Weisheitszähne machte.

Wie sich herausstellte, hatte eine gute Freundin von ihm ihre Weisheitszähne mit vielen Komplikationen herausoperiert bekommen. Durch ihre Geschichte verunsichert hatte er begonnen, zum Thema Weisheitszahn-OPs zu googeln. Dabei steigerte sich immer mehr in die Thematik herein. Mit der Zeit isolierte er sich vollständig von seiner Umwelt und hörte sogar auf, regelmäßig zu essen. Er hatte nämlich gelesen, dass Operationen bei Übergewichtigen generell schwieriger seien.

Völlig fertig saß er nun nach dreijähriger Leidenszeit bei mir in der Praxis. Wir machten ein Übersichtsröntgenbild, um seinen Zustand einschätzen zu können. Dabei stellte sich heraus, dass seine Sorgen völlig unbegründet gewesen waren: Er hatte nämlich gar keine Weisheitszähne angelegt!

Sie können sich sicher vorstellen, wie überglücklich er und seine Mutter die Praxis verlassen haben.

Und die Moral von der Geschicht‘ – Trau Google nicht! (immer und ausschließlich)

Zahnarztangst-Communities und Hilfe im Web

Als Betroffener von Zahnarztangst müssen Sie nicht allein bleiben. Im Internet gibt es zahlreiche Websites und Gemeinschaften, die sich mit dem Thema befassen und Ihnen gern zur Seite stehen. Wir haben ein paar Empfehlungen für Sie zusammengetragen.

Deutschsprachige Zahnarztangst-Communities

Im deutschsprachigen Web gibt es eine Auswahl an Websites, die sich mit dem Thema Zahnarzt  und Zahnbehandlungsphobie auseinandersetzen.

Zahnarzt-Angst-Hilfe.de

Zahnarzt-Angst-Hilfe Die Seiten von Zahnarzt-Angst-Hilfe.de sind die wohl umfangreichste deutschsprachige Plattform zum Thema. Kernstück der Seite ist das sehr gut besuchte Forum, in dem Betroffene sich austauschen können. Mit knapp 5.000 Mitgliedern, fast 25.000 Threads und über 400.000 Beiträgen bietet das Nachrichtenboard viel Lesestoff, der dabei hilft, Mut zu sammeln.

Im zugehörigen Zahnarztangst-Chat ist es möglich, live mit den Mitgliedern der Community zu sprechen. Bevor er betreten werden kann, muss man sich von einem Moderator der Seite freischalten lassen. Dies geschieht in einem zugehörigen Forenthread.

Zahnarztangst-Forum.org

Die Community von Zahnarztangst-Forum.org ist nicht ganz so aktiv wie die von Zahnarzt-Angst-Hilfe.de. Hier lohnt sich besonders ein Blick auf das Unterforum „Ehemalige Angstpatienten berichten“, um die Erfahrungsberichte von Patienten zu lesen, die ihre Angst überwunden haben.

Wer sich tiefer in die Zahnarzt-Thematik einlesen will, kann dies auf den Partnerforen des Allgemeinen Zahnforums und des Implantatforums tun. Sie gehören alle zum selben Forennetzwerk.

Facebook-Gruppe

Wer lieber bei Facebook als in Webforen unterwegs ist, dem sei die Zahnarztangst-Gruppe in dem sozialen Netzwerk ans Herz gelegt. Andere Betroffene geben Unterstützung und Hilfestellung bei Angst vorm Zahnarzt. Wer bei Facebook unter seinem Klarnamen agiert, sollte sich jedoch bewusst machen, dass die Inhalte der Gruppe öffentlich sichtbar sind.

Englischsprachige Zahnarztangst-Communities

Wer des Englischen mächtig ist, kann auch einen Blick ins internationale Web werfen. Hier finden sich ebenfalls einige freundliche Communities, in denen man Rat und Zuspruch bekommen kann. Natürlich gelten im US-amerikanischen Raum teilweise andere Hinweise in Bezug auf Krankenversicherung & Co., aber die Sorgen, mit denen Angstpatienten sich befassen, sind weltweit ähnlich.

DentalFearCentral.org

DentalFearCentral.org3-zahnarztangst-communities-2 ist das englischsprachige Äquivalent zu Zahnarzt-Angst-Hilfe.de. Die freundliche und hilfreiche Community zählt über 15.000 Mitglieder, die ihre Sorgen, Berichte und Tipps in knapp 20.000 Threads und über 145.000 Beiträgen teilen.

Besonders empfehlenswert ist das Success Story-Unterforum, in dem es unter anderem einen ausführlichen Thread mit Vorher/Nachher-Fotos gibt. Um diese sehen zu können, muss man sich zuvor kostenfrei registriert haben.

DailyStrength.org: Dental Anxiety Community

Die Dental Anxiety Community ist eine digitale Selbsthilfegruppe auf der übergeordneten Daily Strength-Website.

Zahnarzt-Subreddit

Beim Social News Aggegator Reddit gibt es einen Dentistry-Subreddit, in dem sich Zahnärzte und Betroffene gleichermaßen tummeln. Hier tauscht sich die – vornehmlich us-amerikanische – Community aus.

Ratgeber zur Zahnarztwahl

Nachdem die Entscheidung gefallen ist, die Angst vor dem Zahnarzt in den Griff zu bekommen, steht die Wahl der richtigen Praxis an. Hier können Bewertungsportale und Ratgeberseiten behilflich sein.

thanks, doc! auf Zahnarzt-Empfehlung.de

In der Online-Sprechstunde von thanks, doc! können Sie kostenlos und rund um die Uhr zahnmedizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Hier helfen Zahnärzte Ihnen bei Fragen und können nach Praxen such, die auf Angstpatienten spezialisiert sind.3-zahnarztangst-communities-3

Bewertungsportal Jameda

Die größte deutsche Arztempfehlung Jameda hilft Ihnen dabei, den richtigen Zahnarzt zu finden. Die Plattform bietet eine Datenbank mit über 250.000 eingetragenen Ärzten aus allen Fachrichtungen sowie über 3 Mio. Feedbacks von Patienten. So können Sie sich vorab ein Bild von den möglichen Ansprechpartnern in Ihrer Umgebung machen.

Sie sehen: Auch mit Zahnarztangst müssen Sie nicht allein bleiben. Nutzen Sie das Internet und tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen aus. Machen Sie Gebrauch von den Möglichkeiten, anonym und unverbindlich Kontakt mit anderen Angstpatienten aufzunehmen. Mit der Unterstützung einer freundlichen Gemeinschaft fällt der schwere Schritt zum Zahnarzt oft leichter.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Lang nicht beim Zahnarzt gewesen – Was kommt auf mich zu?

Wenn der letzte Zahnarztbesuch schon lange zurückliegt – bei unseren Angstpatienten sind das meist mehrere Jahre -, dann fällt es oft schwer, den ersten Schritt zu machen. Ein wichtiger Hinderungsgrund für den Zahnarztbesuch ist oft die Angst vor dem Unbekannten. Was kommt da eigentlich auf mich zu? Welche Stationen muss ich durchlaufen? Wird es wehtun?

Was passiert beim Zahnarztbesuch?

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Freundlicher Empfang beim Zahnarztbesuch

In diesem Blogpost zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, was Sie bei einem Zahnarztbesuch erwartet, besonders, wenn Ihr letzter Temin schon einige Jahre zurückliegt. Ganz wichtig: Teilen Sie dem Praxisteam mit, dass Sie ein Problem mit Zahnarztangst haben. Dann wird man sich besonders bedacht um Sie kümmern.

Ist das Team nicht bereit, Ihre Sorgen und Ängste ernstzunehmen, dann ziehen Sie die Konsequenzen und verlassen Sie die Praxis. Es gibt zahlreiche kompetente und freundliche Zahnärzte, die sich mit Freuden gut um Sie und Ihre Mundgesundheit kümmern werden.

Los geht’s! Sie haben Sich entschieden, den Sprung ins kalte Wasser zu wagen und Ihren Zähnen etwas Gutes zu tun. Das ist super! So wird Ihr Zahnarztbesuch voraussichtlich ablaufen:

Zahnarztbesuch: Terminvereinbarung

Sie sollten nicht unangekündigt in die Praxis kommen, sondern im Vorfeld einen Termin vereinbaren. Das bedeutet weniger Wartezeit für Sie und eine bessere Zeitplanung für die Praxis. So kann ihr Besuch möglichst reibungslos ablaufen.

Um einen Termin zu vereinbaren, gibt es zwei Möglichkeiten. Möglichkeit 1: Sie suchen die Telefonnummer des Zahnarztes Ihrer Wahl heraus, rufen direkt in der Praxis an und vereinbaren ein Datum, an dem Sie vorbeikommen. Das klingt zwar banal, ist bei Zahnarztangst unter Umständen aber gar nicht so einfach.

Daher bieten immer mehr Zahnärzte eine weitere Kontaktmöglichkeit an: Besuchen Sie Ihren favorisierten Arzt im Internet und nutzen Sie die Möglichkeit der Online-Terminvereinbarung. Wenn jeder kleine Schritt auf dem Weg zum Zahnarzt Mühe macht, dann ist eine Terminvereinbarung über den Online-Weg oft eine Erleichterung.

Zahnarztbesuch: Empfang

Sie haben es geschafft und einen Termin vereinbart. Nun gilt es, ihn auch wirklich wahrzunehmen. Trauen Sie sich!

Für gewöhnlich werden Sie bei der Ankunft in der Praxis von einer Assistentin freundlich empfangen. Falls dies ihr erster Besuch ist, bekommen Sie einen Patientenfragebogen ausgehändigt. Hier können Sie alle Informationen zu Ihrer Vorgeschichte eintragen. während Sie im Wartezimmer sitzen.

Idealerweise haben Sie sich bereits vorher Gedanken darüber gemacht, ob Sie hier wichtige Vorkommnisse einzutragen haben. Jetzt ist auch die beste Gelegenheit, noch einmal auf eine vorhandene Zahnbehandlungsphobie hinzuweisen.

Nachdem Sie die Informationen ausgefüllt haben, können Sie den Fragebogen bei der Assistentin abgeben und es sich im Wartezimmer bequem machen. Praxen bieten normalerweise leichte Lektüre zur Ablenkung an, aber Sie können auch Ihren liebsten Roman mitbringen oder beruhigende Musik hören.

Zahnarztbesuch: Patientengespräch

Gemütliche Atmosphäre im Besprechungszimmer

Gemütliche Atmosphäre im Besprechungszimmer

Nach kurzer Wartezeit werden Sie aufgerufen. Vor der eigentlichen Untersuchung steht meist ein Patientengespräch an. Dies dient dazu, um Raum für initiale Fragen zu bieten – sowohl von Seiten der Praxis als auch von Ihrer Seite.

Wenn Ihre Praxis sich besonders gut um Sie kümmert oder auf Angstpatienten spezialisiert ist, wird dieses Gespräch nicht auf dem Behandlungsstuhl, sondern in einem separaten Besprechungszimmer stattfinden. Bei topDentis Cologne haben wir darauf geachtet, diesen Raum so gemütlich wie möglich zu gestalten, damit Sie sich wohlfühlen.

Das Gespräch wird gewöhnlich von einer zahnmedizinischen Fachangestellten geführt, also wundern Sie sich nicht, wenn Sie noch nicht direkt mit Ihrem Arzt sprechen.

Zahnarztbesuch: Untersuchung

Nachdem alle offenen Fragen geklärt wurden, wechseln Sie ins Untersuchungszimmer. Dieser Raum wirkt aufgrund der medizinischen Geräte und des Behandlungsstuhls oft wenig einladend. Aber keine Sorge: Zunächst findet nur eine Untersuchung und keine Behandlung statt.

Machen Sie es sich also im Stuhl gemütlich, lehnen Sie sich zurück und genießen Sie es, dass man sich gleich um Sie kümmern wird. Auch der Arzt wird zunächst ein paar Worte mit Ihnen wechseln, bevor er einen Blick in Ihren Mund wirft. Dabei kommen unter Umständen auch einige medizinische Instrumente zum Einsatz. Diese machen zwar einen unheimlichen Eindruck, sind aber harmlos und schmerzen nicht. Bitten Sie Ihren Zahnarzt ruhig vorab darum, zu erklären, was gerade vor sich geht, falls Ihnen das weiterhilft.

Übrigens: Ein professioneller Zahnarzt wird Sie niemals für schlecht gepflegte Zähne verurteilen oder Schlechtes über Sie denken. Im Gegenteil: Viele Mediziner freuen sich über die Gelegenheit, Ihnen helfen zu können. Sie wissen vielmehr den Mut von Patienten, die unter Zahnarztangst leiden, zu schätzen. Denn einem Menschen sein Lächeln wiederzuschenken ist der schönste Lohn der Arbeit.

Zahnarztbesuch: Folgetermine

Nachdem der Zahnarzt den aktuellen Zustand Ihres Gebisses aufgenommen hat, entscheidet sich, wie weiter vorgegangen wird. Meist wird ein Folgetermin vereinbart, um notwendige Behandlungen vorzunehmen. Oft ist als erster Schritt eine professionelle Zahnreinigung notwendig. Sie dauert in der Regel zwischen einer und anderhalb Stunden. Je nach Bedarf werden auch weitere Termine vereinbart.

Egal, wie weiter vorgegangen wird: Den ersten Schritt haben Sie hiermit hinter sich gebracht. Herzlichen Glückwunsch!

Fazit: Keine Angst vor’m ersten Zahnarztbesuch

lächelnder Mund

Für ein strahlendes Lächeln

Sie sehen: Auch wenn Sie schon seit langer Zeit nicht mehr beim Zahnarzt gewesen sind, gibt es beim ersten Besuch nichts zu befürchten. Er dient lediglich dazu, dass Sie sich mit der Praxis vertraut machen und den aktuellen Zustand Ihrer Zähne bestimmen lassen. Gegen Ihren Willen wird keine Behandlung unternommen.

Als Patient haben Sie natürlich jederzeit das Recht, die Untersuchung abzubrechen, falls die Angst zu groß wird. Kommunizieren Sie mit dem Praxisteam, damit dieses über Ihre Sorgen informiert ist. So wird der Gang zum Zahnarzt in Zukunft seinen Schrecken verlieren. Jede auf Angstpatienten spezialisierte Praxis begleitet Sie gern auf diesem Weg.

Ein Blog gegen Zahnarztangst – Hilfe und Informationen

Schweißnasse Hände, zittrige Knie, Unwohlsein in der Magengegend – fast alle Menschen kennen diese Symptome vor dem Weg zum Zahnarzt. Doch nicht jeder überwindet sich, trotzdem zu gehen. Denn wenn das Unwohlsein vor dem Zahnarztbesuch sich in eine waschechte Phobie entwickelt, ist das für Betroffene kein trivales Problem.

In diesem Blog widmen wir von topDentis Cologne uns daher dieser Angst und beleuchten das Thema von allen Seiten.

Blog zur Zahnarztangst – für wen?

Patient und Zahnarzt im Behandlungszimmer

An wen wendet sich dieser Blog? Nun, im Grunde richten sich diese Seiten an all diejenigen, die mit dem Thema Zahnarztangst konfrontiert werden. Das können Ärzte und Angehörige sein; in erster Linie möchten wir jedoch die Betroffenen selbst ansprechen. Denn nur, wenn Sie sich mit Ihrer Angst auseinandersetzen, haben Sie die Chance, sie zu besiegen.

Da unsere Praxis im Kölner Schanzenviertel liegt, freuen wir uns natürlich besonders über Besucher aus dem Raum Köln. Sie sind herzlich eingeladen, bei uns vorbeizukommen und uns kennenzulernen – natürlich erst einmal ganz unverbindlich und ohne Untersuchung!

Blog zur Zahnarztangst – warum eigentlich?

Beratung beim Zahnarzt im Besprechungszimmer

Was war die Motivation, diesen Blog ins Leben zu rufen? Unsere Praxis ist auf Angstpatienten spezialisiert. Etwa 60% unserer Patienten haben ungewöhnlich hohe Angst vor dem Zahnarztbesuch. Weitere 15% sind echte Phobiker, die teilweise einen jahrelangen Leidensweg hinter sich haben.

In den vergangen Jahren haben wir durch Fortbildungen und natürlich durch den direkten Kontakt zu unseren Patienten gelernt, Betroffenen mit Zahnarztangst zu helfen und sie auf ihrem Weg zu einem gesunden Gebiss zu unterstützen.

Wir wissen, wie schwer es vielen Menschen fällt, über das Thema zu sprechen. Daher möchten wir einen Anfang machen und darüber reden. Und zwar genau dort, wo viele Phobiker mit der Suche beginnen: Online im Internet. So können Sie zunächst Informationen und Mut sammeln, bevor Sie uns oder einen Zahnarzt in Ihrer Umgebung kontaktieren, um sich Ihrer Angst zu stellen.
Wir wissen: Zahnbehandlungsphobie lässt sich in den Griff bekommen. Wir möchten dabei helfen.

Zahnarztangst – Worum geht’s in diesem Blog?

Zahnbehandlungsphobie ist ein vielschichtiges Thema. Wir nähern uns ihm von verschiedenen Seiten. Daher ist dieser Blog in vier Kategorien aufgeteilt:

Angst & Scham

Zitat zur Zahnarztangst

Im Bereich Angst & Scham nehmen wir die Zahnbehandlungsphobie unter die Lupe: Was ist das, wie äußert sie sich, welche Bestandteile gibt es? Es kann beruhigend sein, zu sehen, dass andere Menschen unter ähnlichen Ängsten leiden wie man selbst.

Fakten & Abläufe

Zitat zur Zahnarztangst

Unsere Artikel der Kategorie Fakten & Abläufe klären über den Besuch beim Zahnarzt auf. Hier erfahren Sie, was Sie vor, während und nach der Untersuchung erwartet und wozu die teilweise unheimlich wirkenden Instrumente dienen. So wissen Sie bereits vor dem Besuch, was bei einem guten Zahnarzt auf Sie zukommt. Dieses Wissen kann die Angst vor dem Unbekannten verringern.

Tipps für Betroffene

Zitat zur Zahnarztangst

Unsere Tipps für Betroffene bieten Ihnen hilfreiche Anleitungen. Wie können Sie am besten mit der Angst umgehen? Wie können Sie sich am besten auf einen Zahnarztbesuch vorbereiten? Was können Sie tun, um sich während der Untersuchung so wohl wie möglich zu fühlen? Wir geben Hilfestellung und Tipps zum Umgang mit der Angst.

ZA Safavi-nab informiert

In dieser Kategorie kommt unser Spezialist für Angstpatienten, Armin Safavi-nab, höchstpersönlich zu Wort. Er berichtet mit persönlicher Note aus dem Alltag als praktizierender Zahnarzt und gibt Einblicke in die unbekannte Welt der Zahnmedizin.

Also: Wagen Sie den Schritt zu gesunden Zähnen. Wir freuen uns darauf, Ihnen dabei behilflich zu sein.