Unterschiede zwischen Angst und Phobie bei der Zahnbehandlung

„Ich habe Angst vorm Zahnarzt.“ – Fast jeder Mensch würde diesen Satz unterschreiben. Sind also fast alle Menschen Phobiker? Nein, denn Angst und Phobie sind zwei verschiedene Dinge. Wir erklären Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Zuständen.

Was ist Angst?

Tolle Ästhetik von topDentis CologneAngst ist ein Gefühl, das jeder gesunde Mensch empfinden kann. Es ist eine Basisemotion, ebenso wie Freude, Liebe oder Hass. Diese Gefühle sind kulturunabhängig und kommen überall auf der Welt vor.

Wer es ganz genau nimmt, unterscheidet zwischen Angst und Furcht. Dabei ist Angst ungerichtet; Furcht hingegen bezieht sich auf ein Objekt oder ein Konzept. Streng genommen handelt es sich bei Zahnbehandlungsangst also um Furcht, da sie sich auf etwas konkretes bezieht.

Die konkrete Emotion Angst kann man übrigens von der Persönlichkeitseigenschaft Ängstlichkeit unterscheiden. Auch Menschen, die wenig ängstlich sind, können in einer konkreten Situation starke Angst oder Furcht empfinden.

Zum spezifischen Thema Zahnbehandlungsangst sagt eine wissenschaftliche Stellungnahme der DGZMK: „Zahnbehandlungsangst ist der Sammelbegriff für alle psychologischen und physiologischen Ausprägungen eines mehr oder weniger starken, aber nicht krankhaften Gefühls, das bei vermeintlicher oder tatsächlicher Bedrohung im Zusammenhang mit einer Zahnbehandlung oder mit ihr verbundener Stimuli auftritt.“

Was ist eine Phobie?

Zahnärztin mit SpritzeEine Phobie ist eine Art von Angststörungen. Sie bezeichnet eine übersteigerte Furcht, die im Gegensatz zur gesunden Angst nicht mehr natürlich und der Situation angemessen ist. Es gibt auch andere Arten von Angststörungen, z.B. Panikstörungen, die sich nicht auf ein konkretes Objekt beziehen, sondern ungerichtet sind. Andere Arten von Angststörungen zeigen keine erhöhte, sondern stattdessen verminderte Angst – Betroffene neigen dann zu höherer Risikobereitschaft.

Kennzeichen einer Phobie sind, dass die Angst vor dem Gegenstand oder der Situation unbegründet oder unangemessen hoch ist. Stärker als bei normaler Angst ist der Wunsch vorhanden, den Auslöser um jeden Preis zu vermeiden.

Durch die Vermeidungstendenzen kann die Phobie durch den Betroffenen nur schwer durchbrochen werden. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum Einen kommt es nicht zu einem Abgleich mit der Realität, d.h. der Betroffene hat keine Möglichkeit, zu bemerken, dass seine krankhafte Angst unbegründet ist. Zum Anderen fühlt man sich durch die Vermeidung kurzzeitig besser, was in der Psychologie „negative Verstärkung“ genannt wird.

Wenn eine Phobie akut wird, kann sie sich in einer Panikattacke äußern. Dies ist ein Zustand äußerster Angst vor (realer oder imaginärer) lebensbedrohlicher Gefahr.

Schier unerträgliche Furchtzustände werden von körperlichen Symptomen wie Herzklopfen, Schwitzen, Atemnot, Muskelzittern oder Schwindelgefühlen begleitet. Verständlich, dass ein Phobiker alles tut, um einen solchen Zustand zu vermeiden!

Unterschied zwischen Angst und Phobie

Der Unterschied zwischen Angst und Phobie ist in der Theorie klar, in der Praxis jedoch oft schwer zu erfassen: Ängste sind natürlich und sinnvoll, Phobien jedoch übersteuert und schadhaft.

Bei einer „gesunden“ Angst weiß der Betroffene nichts über die Herkunft der Angst und die Gründe für ihr Verschwinden. Phobiker hingegen sind sich der Unangemessenheit ihrer Furcht durchaus bewusst; die Furchtreaktion können sie jedoch trotzdem nicht kontrollieren.

Ängste sind natürlich und wichtig für jeden Menschen, da sie als Schutz vor Gefahren für Körper und Psyche dienen. Phobien hingegen fungieren nicht als Schutzmechanismus, sondern stellen im Gegenteil eine Hürde und Belastung für den Betroffenen dar. Daher gilt es, diese Einschränkung zu überwinden.

Eine wissenschaftliche Stellungnahme der der DGZMK führt an: „Neben einem hohen Angstausmaß unterscheidet vor allem die Vermeidung eines regelmäßigen Zahnarztbesuches Patienten mit einer Angsterkrankung von normal ängstlichen Patienten.“

Trotzdem: In der Praxis kann bei jeder Phobie der Übergang von der normalen zur krankhaften Angst fließend sein.

Zahnbehandlungsangst und Zahnbehandlungsphobie

Zahnbehandlungsangst und Zahnbehandlungsphobie sind weit verbreitet. Betroffene befinden sich in bester Gesellschaft: Etwa 20% aller Menschen haben laut Studien Angst vor dem Zahnarztbesuch; weitere 5% leiden an einer echten Phobie.

Nach ICD-10 wird Zahnbehandlungsphobie in die psychischen Störungen unter F40.2 „Spezifische Phobien“ eingegliedert. Außerdem tritt sie oft gemeinsam mit Blut-, Verletzungs- oder Injektionsphobien auf, manchmal auch mit Sozialphobie, z.B. bei der Furcht vor Blamage oder Kritik.

Folgende Kriterien sprechen für eine phobische Störung, die über das normale Angstmaß hinausgeht:

  • die Angst ist der Situation erkennbar nicht angemessen
  • die entsprechenden Angstreaktionen halten deutlich länger an, als nötig wäre
  • die besonders geartete Angst ist durch die Betroffenen weder erklärbar, beeinflussbar noch zu bewältigen
  • die Ängste führen zu deutlichen Beeinträchtigungen des Lebens der Betroffenen
  • die Ängste schränken den Kontakt zu fremden Menschen ein

Ob Angst oder Phobie: Sie sind nicht allein, sondern gehören zu den gut 25% aller Menschen, die den Gang zum Zahnarzt am liebsten vermeiden würden. Trotzdem empfehlen wir: Stellen Sie sich Ihren Ängsten. Ihre Zähne werden es Ihnen danken.

Ihr Zahnarzt in Köln: Armin Safavi-nab

Und, wie viele Jahre waren Sie nicht beim Zahnarzt?

topdentiscologneberatung22? 6? 10? Jahre – oder gar länger? Auch wen Sie es kaum glauben mögen und vielleicht denken, dass nur Sie sich so lange vor dem Zahnarztbesuch drücken: Jahrelang nicht zum Zahnarzt zu gehen ist gar nicht so selten, wie man denkt.

Oft vermeiden Patienten den Zahnarztbesuch zunächst aus Nachlässigkeit oder Angst, später gesellt sich dann Scham dazu. Dieses Verhalten zieht sich durch alle Schichten und alle Altersklassen der Bevölkerung. Mit jedem verstrichenen Jahr wird es schwieriger, den Teufelskreis zu durchbrechen.

Unser spektakulärster Fall aus der eigenen Praxis ist einige Jahre her und ist eigentlich kaum zu glauben. Eine ältere Dame stellte sich mit zittriger Stimme in der Praxis vor. Wie sich herausstellte, war sie seit 42(!) Jahren nicht mehr beim Zahnarzt gewesen. Ihr letzter Zahnarztbesuch war in ihrer Jugend gewesen – noch in der Nachkriegszeit.

Schnell war klar, dass es sich hier nicht um die normale Angst handelte, sondern um regelrechte Panik. Es muss sie einen ungeheuren Mut gekostet haben, überhaupt bei uns vorstellig zu werden. Nach vielen Gesprächen, in denen wir gemeinsames Vertrauen aufbauten, durften wir dann eine Bestandsaufnahme machen. Dabei stellte sich Unglaubliches heraus: Alle Zähne waren bis zur Kaufläche von einem Zahnsteinpanzer „eingepackt“. Darunter waren sie jedoch völlig intakt!

topdentiscolognesafavi2Zugegeben: Das Zahnfleisch hatte über die Jahrzehnte gelitten, so dass ein oder zwei Zähne sehr locker waren, als der Zahnstein entfernt war. Trotzdem: Die Patientin war nach über 40 Jahren Zahnarztabstinenz sehr erleichtert. Kein Wunder, schliesslich hatte sie sich jeden Tag Gedanken um ihre Zähen gemacht.

Auf ihre Wandlung sind wir sehr stolz. Seit wir ihre Zähne wieder „freilegten“, kommt die Patientin jedes halbe Jahr zur professionellen Zahnreinigung. Seit ihrer Sanierung hat sie nun seit Jahren überhaupt keine Probleme mehr mit ihren Zähnen.

Diese Anekdote zeigt: Scham oder Angst vor blöden Kommentaren sind absolut fehl am Platze. Im Gegenteil, Zahnärzte freuen sich besonders über Patienten, die sich nach langem Hadern überwunden haben und ihnen das Vertrauen schenken, sich behandeln zu lassen.

Egal, wie lange Sie nicht beim Zahnarzt waren und aus welchen Gründen auch immer, unabhängig von Ihrem Zahnzustand: Quälen Sie sich nicht jeden Tag, sondern fragen Sie einfach mal bei den Profis, nach was wirklich mit Ihren Zähnen los ist.

Schnarchen - eine Qual - Ihr Zahnarzt hilft

Ein Leben mit Zahnbehandlungsphobie – Dentalphobie im Alltag

Dentalphobie ist für Betroffene nicht nur dann ein Problem, während sie beim Zahnarzt auf dem Behandlungsstuhl sitzen. Die Angst geht tiefer und zieht sich durch das gesamte Leben eines Betroffenen. Eine Zahnbehandlungsphobie kann den Alltag zur Hölle machen.

Facetten der Dentalphobie

Menschen, die keine Angst vorm Zahnarzt haben, können oft nicht nachvollziehen, welch vielschichtige Herausforderungen ein Betroffener täglich meistern muss. In ihren Augen ist die Furcht nur dann akut, wenn der Zahnarztbesuch unmittelbar bevorsteht. Wer jedoch seit Jahren unter Zahnbehandlungsphobie leidet, der weiß, dass die Problematik viel mehr Facetten hat als die bloße Angst vor dem Bohrer.

Dazu zählen Schmerzen, Scham, Kontrollverlust und allgegenwärtige Auslöser für neue Angstattacken. Wir beleuchten diese näher.

Dentalphobie im Alltag: Schmerzen

ZahnschmerzZahnschmerz: Erst ist er leise und kaum wahrnehmbar, dann sticht und beißt er, und schließlich wummert die Pein unaufhörlich durch den Kiefer. Wer unter Zahnbehandlungsphobie leidet, leidet meist auch unter Schmerzen. Doch solange die Angst größer ist als der Schmerz, leiden Betroffene oft jahrelang weiter.

Bei den Zähnen machen die Beschwerden jedoch nicht Halt: Verschleppte Zahnprobleme können zu Kopf- und Gliederschmerzen, Herzkreislaufproblemen und sogar der Verschlechterung von Diabetes führen. Wer seine Zähne nicht ausreichend in Schuss hält, riskiert, dass auch der Rest des Körpers erkrankt.

Viele Betroffene von Zahnbehandlungsphobie leiden daher neben den akuten Schmerzen auch um der ständig drohenden Sorge um ihre allgemeine Gesundheit – und das wiederum schlägt langfristig auf die Psyche.

Dentalphobie im Alltag: Scham

In einer Welt, in der alle Stars und Sternchen in den Medien blitzend weiße Zähne haben, schämen wir uns schnell unserer kaputten Zähne. Karies und Zahnstein können ein schönes Gesicht entstellen, und wenn die Zähne nicht vorzeigbar sind, ist das Betroffenen oft peinlich.

Die Scham ist groß: Davor, dass Mitmenschen einen belächeln könnten, und davor, dass jeder sieht, wie schlimm es um den eigenen Mundraum bestellt ist. Oft hält die eigene Unsicherheit Betroffene davon ab, sich den Mitmenschen anzuvertrauen und offen über die eigene Angst zu reden.

Stattdessen leiden sie im Stillen: Gemeinsames Essen mit Freunden wird zum Spießrutenlauf. Hoffentlich sieht niemand meine kaputten Zähne! Offen und herzlich lachen – niemals! Mit zugeklebtem Mund und der ständigen Scham im Hinterkopf stehen Betroffene sich oft selbst im Weg. Der Leidensdruck ist immens und bei jeder sozialen Interaktion vorhanden.

Dentalphobie im Alltag: Kontrollverlust

Dabei würden viele Betroffene so gern anders handeln. Doch die Dentalphobie führt auch zum Kontrollverlust über die eigenen Handlungen. Man wird zum Spielball der Angst. Das führt zu einer Diskrepanz: Ähnlich wie ein Süchtiger möchte auch ein Phobiker sich eigentlich anders verhalten, und doch kann er es nicht. Bald dreht sich jeder Gedanke um die Phobie, von der man weiß, dass sie in Angriff genommen werden muss.

Unbehandelt behindert Zahnbehandlungsphobie somit auch oft auch den beruflichen Erfolg, den Spaß an Freizeitaktivitäten und sogar das Sexualleben. Sie mindert das Selbstwertgefühl der Betroffenen und mündet sogar in soziale Isolation. Spätestens dann wird die Angst vor der Zahnbehandlung existenzbedrohend.

Dentalphobie im Alltag: Auslöser

Für Zahnbehandlungsphobie gibt es zahlreiche Trigger, die bei Betroffenen immer wieder unerwartet Angstzustände auslösen können. Dazu zählen nicht nur der eigentliche Besuch beim Zahnarzt, sondern auch beispielsweise Bilder von Zähnen oder Gespräche über die Mundgesundheit.

Die Angst kann sich in solchen Fällen auch körperlich äußern: Symptome wie Schweißausbrüche, Zittern und Herzrasen sind keine Seltenheit. Auch Brechreiz, Übelkeit oder Atemnot können aufgrund von akuter Zahnbehandlungsphobie auftreten.

Zahnarztangst durchzieht den Alltag

Betroffene von Zahnbehandlungsphobie leiden also nicht nur akut auf dem Behandlungsstuhl unter ihrer Angst. Vielmehr zieht sie sich durch den gesamten Alltag eines Betroffenen. Je länger sie unbehandelt bleibt, desto stärker beherrscht sie das Leben.

Daher empfehlen wir: Machen Sie sich bewusst, wie stark die Angst ihr eigenes Leben beeinflusst – und nehmen Sie die notwendigen Schritte wahr, Ihre Angst in den Griff zu kriegen. Mit fachkundiger Hilfe finden Sie den Weg zurück in ein angstfreies Leben.

Was passiert bei der Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt?

Zahnärzte empfehlen eine halbjährliche Vorsorgeuntersuchung. Aber warum eigentlich? Für viele Patienten ist ein Gang zum Zahnarzt bei Schmerzen schon Überwindung genug. Ein weiteres Hindernis ist die Angst vor dem Unbekannten: Wie läuft eine Vorsorgeuntersuchung eigentlich ab? Wir erklären die Abläufe Schritt für Schritt.

Zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung: Wirklich notwendig?

Die Vorsorgeuntersuchung dient in erster Linie dem Zweck, Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen frühzeitig zu erkennen. Findet eine Früherkennung von Krankheiten statt, kann diesen rechtzeitig entgegengewirkt werden. Denn oft können Krankheiten, die noch in ihren Kinderschuhen stecken, problemlos behandelt werden. Aber auch für bereits fortgeschrittene Zahnerkrankungen ist die Vorsorgeuntersuchung wichtig: Der Zahnarzt kann das Krankheitsbild samt Verlauf protokollieren. Gemeinsam können Sie dann mit Ihrem Zahnarzt über weitere Behandlungsschritte sprechen.

Bei der Vorsorgeuntersuchung brauchen Sie keine Angst vor Spritzen und Bohrern zu haben. Sie dient lediglich der Kontrolle der Gesundheit von Zähnen, Zahnfleisch und der Mundschleimhaut. Entdeckt Ihr Zahnarzt behandlungsbedürftige Probleme, wird er Ihnen nicht direkt mit unheimlich anmutenden Geräten zu Leibe rücken. Stattdessen besprechen Sie ausführlich das weitere Vorgehen und vereinbaren einen Folgetermin.

Sie können die Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt als „Bestandsaufnahme“ des derzeitigen Zahnzustandes sehen.

Ablauf: Das passiert bei der Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt

Sprechen Sie vor der Untersuchung über Ängste und Bedenken.

Sprechen Sie vor der Untersuchung über Ängste und Bedenken.

Oftmals ist es die Angst vor dem Unbekannten, die Patienten vor der Vorsorgeuntersuchung zurückschrecken lässt. Dabei ist die Untersuchung harmlos und schmerzfrei. Mit einem Einblick in die Abläufe hoffen wir, Patienten die Ängste nehmen und Ihnen bereits vor der Untersuchung ein sicheres Gefühl geben zu können.

Denken Sie daran: ein guter Zahnarzt hat Verständnis, wenn Sie bei einer Untersuchung unter Stress stehen und sich unwohl fühlen. Haben Sie keine Angst, ihn darauf hinzuweisen! Lassen Sie sich die einzelnen Geräte und Abläufe erklären, um sich in dieser Situation sicher zu fühlen. Schrecken Sie aber auch nicht davor zurück, die Untersuchung abbrechen zu lassen, wenn Sie sich überfordert fühlen.

Zahnuntersuchung: Ernstfälle rechtzeitig erkennen

Bei einem Erstbesuch in der Praxis wird die sogenannte Anamnese durchgeführt. Dies dient dazu, die Vor- und Krankheitsgeschichte eines Patienten zu erfahren. In einem Fragebogen werden sie nach Allergien, Allgemeinerkrankungen und regelmäßig einzunehmenden Medikamenten gefragt. So kann das Praxisteam die kommende Behandlung planen und Komplikationen vermeiden. Auf Angstpatienten wird bei topDentis besonders Rücksicht genommen: wir führen in diesem Fall eine erweiterte Anamnese mit speziellen Angstfragebogen durch.

Bevor es auf den Zahnarztstuhl geht, steht ein ausführliches Kennenlerngespräch mit dem behandelnen Zahnarzt an. Hier können Sie selbst von Ihrer Krankheitsgeschichte berichten, Ängste direkt ansprechen und Fragen stellen.

Der Zahnarzt beginnt die eigentliche Untersuchung an den Zähnen. Dabei werden zuerst Zahnzustand und Mundhöhle mit einem Mundspiegel inspiziert. Defekte am Zahn sowie Erkrankungen der Mundschleimhaut und am Zahnfleisch können direkt erkannt werden.

Im nächsten Schritt wird Zahn für Zahn die Härte des Zahnschmelzes und der Pflegezustand überprüft. Sind die Zahnbeläge nicht mehr weich (Plaque) sondern hart, handelt es sich um Zahnstein. Die Untersuchung ist schmerzlos, in den meisten Fällen ist ein leicht kratzendes Geräusch jedoch nicht ganz zu verhindern.

Anschließend werden vorhandene Füllungen und Zahnersatz auf den richtigen Sitz und Schäden überprüft.

Zahnfleischuntersuchung: Vor Erkrankungen schützen

Der Zahnarzt bespricht mit Ihnen den Zustand Ihrer Zähne.

Der Zahnarzt bespricht mit Ihnen den Zustand Ihrer Zähne.

Nach der ausgiebigen Untersuchung der Zähne kommt das Zahnfleisch an die Reihe. Dabei wird nicht nur das Zahnfleisch, sondern auch der Zahnhalteapparat untersucht.

Mit Hilfe einer Parodontalsonde ermittelt die zahnärztliche Assistentin die Tiefe der Zahnfleischtaschen. Mittels Parodontalem Screening Index (PSI) lässt sich feststellen, ob eine Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparats) vorliegt. Wenn das Zahnfleisch stark gerötet ist und oft beim Zähneputzen blutet, liegt meist eine Entzündung vor. Das Messen der Taschentiefe kann daher bei der Untersuchung leicht pieksen. Eine leichte bis mittelstarke Blutung lässt sich dabei, je nach Entzündungszustand, nicht gänzlich vermeiden. Die Blutung ist jedoch nicht langanhaltend und nach der Messung können Sie den Mund selbstverständlich mit Wasser ausspülen.

Bei den meisten Menschen bildet sich mit der Zeit Zahnstein. Dies kann durch eine gute Zahnhygiene zwar vermindert, aber nicht vollständig vermieden werden. Da Zahnstein die Anhaftung von Bakterien am Zahn begünstigt, ist es wichtig, ihn regelmäßig entfernen zu lassen. Nach der Untersuchung nimmt die Zahnarztassistentin daher eine Zahnsteinentfernung vor. Dabei kommen  heutzutage schonende Ultraschallinstrumente zum Einsatz. Das Ultraschallgerät löst den Zahnstein durch eine schwingende Metallspitze mit leichtem Druck vom Zahn. Zusätzlich wird Wasser verwendet, um die Reinigungswirkung zu optimieren.

Im Anschluss an die Untersuchung wird ein Röntgenbild Ihres Kiefers aufgenommen. Somit kann der Zahnarzt auch versteckte Erkrankungen wie Karies unter Füllungen oder Wurzelentzündungen erkennen.

Die Ergebnisse der Untersuchung werden im international verwendeten FDI-Zahnschema festgehalten.

Zahnvorsorgeuntersuchung: Und dann?

Abschließend wird Ihr Zahnarzt die Befunde mit ihnen besprechen. Sind Folgetermine zur Behandlung auftretender Erkrankungen oder eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) nötig? Gemeinsam erarbeiten Sie einen Plan, um Ihnen wieder ein strahlendes und gesundes Lächeln zu verschaffen.

Übrigens: Zahnärzte und Krankenkassen empfehlen die Vorsorgeuntersuchung sowie die Professionelle Zahnreinigung mindestens alle sechs Monate. Die Kosten für die Vorsorgeuntersuchung werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.