Zahnpflege-Vorsätze fürs neue Jahr – Tipps zur Umsetzung

Guter Vorsatz: Vorbildliche Zahnpflege

Guter Vorsatz: Vorbildliche Zahnpflege

Mit dem kommenden neuen Jahr stehen nicht nur Silvesterpartys und der Kater danach an. Viele Menschen nehmen sich auch vor, ihre Gewohnheiten zu ändern und beginnen einen Neuanfang mit guten Vorsätzen. Mit dem Rauchen aufhören, gesündere Ernährung und mehr sportliche Betätigung gehören zu den Klassikern.

Das ist Ihnen zu umständlich? Dann nehmen Sie sich doch stattdessen eine vorbildliche Zahnpflege zum Vorsatz. Das kostet wenig Aufwand und bringt auf lange Sicht sehr viel. Wir verraten Ihnen, wie Sie sie guten Zahnpflege-Vorsätze auch langfristig umsetzen können.

Konkrete Ziele setzen

Viele Vorsätze scheitern daran, dass das Vorhaben nicht konkret genug benannt wird. Statt einer schwammigen Wunschvorstellung wie „Ich will mich besser um meine Zahngesundheit kümmern“ sollten Sie sich daher konkrete Ziele setzen. Dazu könnten zählen:

  • „Ich werde im neuen Jahr halbjährlich zur Vorsorge gehen – immer im Januar und im Juni.“
  • „Ich werde regelmäßig morgens und abends meine Zähne putzen und die Zwischenräume mit Zahnseide säubern.“
  • „Ich werde bis Ende April all meine kariösen Zähne sanieren lassen.“
  • „Ich werde einmal täglich bewusst einen Menschen anlächeln.“

Überlegen Sie sich, wie Sie Ihren guten Vorsatz als konkretes Ziel formulieren können, und halten Sie dieses schriftlich fest.

Setzen Sie Ihre Ziele um

Wenn Sie den Vorsatz gefasst und niedergeschrieben haben, sorgen Sie dafür, dass er im Laufe des Jahres nicht in Vergessenheit gerät.

Vereinbaren Sie regelmäßige Vorsorgetermine bei Ihrem Zahnarzt

Vereinbaren Sie regelmäßige Vorsorgetermine bei Ihrem Zahnarzt.

Für tägliche Vorsätze gilt: Sorgen Sie dafür, dass Sie automatisch daran erinnert werden. Hängen Sie ihn beispielsweise an zentraler Stelle auf – z.B. neben dem Spiegel im Bad, um sich an die Benutzung von Zahnseide zu erinnern. Oder nutzen Sie Ihr Smartphone, um sich automatische Erinnerungen schicken zu lassen. Wenn Sie konsequent sind und durchhalten, wird Ihr Vorsatz Ihnen bald in Fleisch und Blut übergehen. Bis sich eine neue Gewohnheit verfestigt hat, dauert es für gewöhnlich etwa drei Monate. Solange müssen Sie am Ball bleiben; danach läuft es oft wie von selbst.

Für langfristige Vorsätze, die Sie sich nicht täglich in Erinnerung rufen müssen, z.B. die regelmäßige Vorsorge, können Sie schon direkt zu Jahresbeginn – wenn Sie noch hochmotiviert sind – Vorkehrungen treffen. Machen Sie direkt Anfang Januar Termine mit Ihrem Zahnarzt und gewöhnen Sie sich an, unmittelbar nach dem Besuch einen Folgetermin zu vereinbaren. So müssen Sie sich nicht jedes Mal neu motivieren. Viele Praxen bieten außerdem Erinnerungsmöglichkeiten (per SMS oder telefonisch), damit Sie Ihren Termin auch nach einigen Monaten nicht vergessen.

Wenn Sie sich ein allgemeines Ziel setzen, das nicht konkret in Zahlen zu fassen ist (wie beispielsweise häufigeres Lächeln oder eine Gebiss-Sanierung), dann führen Sie Buch über Ihr „Projekt“. So bleiben Sie am Ball und sehen auch in „schlechten Zeiten“ Ihre bisher gemachten Fortschritte. Und Sie haben eine Dokumentation Ihrer Erfolge in der Hand, wenn nach zwölf Monaten der Jahreswechsel ansteht.

Wir von topDentis Cologne wünschen Ihnen einen guten Rutsch und viel Erfolg bei der Umsetzung Ihrer Vorsätze im neuen Jahr!

Kiefergelenksprobleme können zu Kopfschmerzen führen.

Zahnarztangst und Trauma

Zahnarztangst entsteht nur selten einfach aus dem Nichts. Die meisten Betroffenen haben handfeste Gründe für ihre Phobie, auch wenn es ihnen selbst oft nicht bewusst ist. Ein traumatisches Erlebnis in der Kindheit trägt beispielsweise oft auch noch Jahrzehnte später zu einer panischen Angst vor dem Zahnarztbesuch bei. Doch was ist das eigentlich genau – ein Trauma?

Was ist ein Trauma?

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Wir begleiten Sie auf dem Weg zu einem neuen Lächeln.

In der Psychologie bezeichnet ein Trauma eine starke seelische Erschütterung, die nicht angemessen verarbeitet werden kann. Der Grund für ein Trauma kann eine tatsächliche, akute Lebensbedrohung sein, aber auch eine Bedrohung der körperlichen Unversehrtheit ohne lebensbedrohliche Folgen kann erschütternd genug sein. Traumatische Erlebnisse zeichnen sich durch Gefühle von extremer Ohnmacht, Hilflosigkeit, Angst und Entsetzen aus.

Kein Wunder also, dass ein Zahnarztbesuch traumatisch wirken kann, wenn man an den Falschen gerät.

Arten von Traumata

Traumata gibt es in zahlreichen Formen und Varianten, und aufgrund unterschiedlichster Erlebnisse. Man kann sie anhand bestimmter Merkmale einordnen. Zum Einen die Dauer: Handelt es sich bei dem traumatischen Erlebnis um ein einmaliges Ereignis oder um eine fortlaufende Traumatisierung? Zum Anderen die Frage nach dem Verursacher: Ist das Trauma menschengemacht oder durch andere Umstände (z.B. Naturereignisse) zustandegekommen?

Traumata lassen sich schwieriger überwinden, wenn ihre Ursache fortdauernd oder menschengemacht war. Daher ist es nicht verwunderlich, dass viele Betroffene von Zahnbehandlungsphobie sich so schwer damit tun, diese Angst anzugehen. Doch da es sich meist um vereinzelte Erlebnisse handelt (und nicht um jahrelangen vorsätzlichen Missbrauch) stehen die Chancen gut, die aus dem Trauma resultierende Angst vor dem Zahnarzt in den Griff zu bekommen.

Trauma-Folgen

Ihr freundliches Team von topDentis Cologne

Auch wenn es schwer fällt: Als Betroffener ist es empfehlenswert, das Erlebte zu verarbeiten – idealerweise mit professioneller Hilfe. Denn psychische Erkrankungen sind oftmals Spätfolge eines Traumas. Unbehandelt lassen sie sich nur schwer in den Griff kriegen. Zu den Folgen von Traumata zählen nicht nur akute Panikattacken und Angstzustände, sondern auch somatoforme Störungen, die sich als körperliche Beschwerden äußern.

Und auch mit Flashbacks (fachsprachlich: Intrusionen) haben Betroffene zu kämpfen. Bestimmte Reize, z.B. Gerüche oder Geräusche, versetzen einen dann wieder zurück in den Erlebenszustand zu Zeiten der Traumatisierung. Beim Zahnarzt können das zum Beispiel der Geruch von Desinfektionsmitteln in der Praxis oder auch das Geräusch des Bohrers sein.

Trauma verarbeiten und meistern

Um ein Trauma zu verarbeiten und in den Alltag zurückkehren zu können, sollten Betroffene sich professionelle Hilfe suchen, um eine Traumatherapie durchzuführen. Diese kann sich durchaus über längere Zeit hinziehen, denn der Verarbeitungsprozess lässt sich nicht von heute auf morgen durchlaufen.

Doch auch wenn der Weg beschwerlich scheint: Es lohnt sich. Stellen Sie sich einfach mal vor, wie schön es wäre, angstfrei zum Zahnarzt zu gehen und sich einfach nur auf das nette Gespräch mit Ihrem Arzt zu freuen… 😉

Was man so in der täglichen Praxis alles hört…

Als Zahnarzt bekommt man bei der täglichen Arbeit in die Praxis eine Menge (Leidens-)Geschichten zu hören. Und was meine Patienten mir an früheren Erlebnissen mitteilen, während sie zitternd im Besprechungsraum oder auf dem Stuhl sitzen, ist unter Umständen wirklich empörend.

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Wir hören Ihnen zu.

Durch meine Spezialisierung auf Patienten mit Zahnbehandlungsängsten spreche ich häufig mit Betroffenen, die wirklich schreckliche Erfahrungen machen mussten. Oft sind es Zahnarzt-Horrorstories aus der frühen Jugend, aber ich höre auch Geschichten über Erlebnisse bei einer erst kurz zurückliegenden traumatischen Behandlung. Es ist erschreckend, wie oft sich Erfahrungen von Angstpatienten ähneln.

Es sind zu allererst schmerzhafte Erfahrungen, über die immer wieder geklagt wird. Viele meiner Patienten berichten von Behandlungen, bei denen ihr (Ex-)Zahnarzt einfach mal entschieden hat, dass diese nicht wehtun (ihm sicher nicht). Mit dieser Ausrede wird großzügig auf eine Betäubung verzichtet, und der Patient leidet.

Und selbst wenn betäubt wird: Oft fehlt es an Geduld, zu warten bis diese auch wirkt. Sicher, in einer Praxis ist immer ein gewisser Termindruck im Hintergrund, aber ist es deshalb etwa vertretbar, Menschen zu quälen? Eine gute Planung erlaubt es immer, zu warten, bis die Betäubung auch wirklich wirkt. Und wenn sie nicht anschlägt, dann gibt es halt eine Zweite oder Dritte. 😉

Auch beliebt ist der Spruch „Da müssen Sie jetzt durch“. Nein! Kein Patient muss irgendwo durch. Jeder sollte immer eine Wahl haben, ob er sich jetzt und auf die gegebene Art und Weise behandeln lassen möchte. Vor allem dann, wenn es mal wieder schmerzt.

Zahnarzt Beratung

Das Wohl des Patienten steht bei uns an erster Stelle.

Übrigens: Es gibt auch einen interessanten juristischen Aspekt: Eine Behandlung beim Zahnarzt ist rein rechtlich gesehen eine Körperverletzung mit Einwilligung des Patienten. Wenn der Patient dem Eingriff nicht mehr zustimmt und seine Einwilligung entzieht… dann befinden wir uns im Strafrecht.

Zum Schluss noch mein allerliebster Kollegenspruch: „Das kann nicht wehtun“. Meiner Meinung nach ist diese Aussage die Frechheit schlechthin. Mal ehrlich, liebe Kollegen! Welcher Patient ist so – Verzeihung – bescheuert und sagt auch dann noch, dass es wehtut, wenn er in Wahrheit keine Schmerzen hat? Warum sollte jemand so etwas tun? Klar, bei anderen Ärzten wie beim Orthopäden wäre es möglich, für eine gewünschte Krankschreibung zu übertreiben. Aber doch nicht auf dem Zahnarztstuhl!

Daher mein Appell an die „lieben“ Kollegen: Vielleicht sollte jeder sich mal überlegen, wie er selbst sich auf dem Stuhl mit (vorsätzlich verursachten) Schmerzen fühlen würde, und ob er dann so behandelt werden will. Und gleichzeitig an dieser Stelle ein aufrichtiges „Danke!“ an all die Praxen, in denen das Wohlergehen der Patienten und die schmerzfreie Behandlung an erster Stelle stehen. Denn von diesen gibt es zum Glück auch so einige.

Vor dem Zahnarztbesuch beruhigen

Aufgeregt vor dem Zahnarztbesuch? Keine Panik! Die meisten Menschen bekommen ein flaues Gefühl im Magen, wenn sie zum Zahnarzt müssen. Damit die Angst nicht zu stark wird, können Sie auf verschiedene Beruhigungstechniken zurückgreifen. In diesem Beitrag stellen wir zwei gängige und hilfreiche Methoden vor, wie Sie Ihr Herzklopfen beim Zahnarzt unter Kontrolle bekommen.

Stressimpfungstraining – Seien Sie vorbereitet!

Entspannt beim Zahnarzt

Entspannt beim Zahnarzt

Am liebsten würden Sie den Besuch beim Zahnarzt so lange wie möglich hinauszögern und sich gedanklich nicht damit befassen. So unangenehm es ist: Nutzen Sie die Zeit besser, sich gut auf den Termin vorzubereiten.

Das bedeutet nicht, dass Sie sich in Grübeleien ergehen sollen und sich jede Einzelheit der Untersuchung visualisieren müssen. Im Gegenteil – die Wochen vor dem gefürchteten Zahnarztbesuch sollten Sie dazu nutzen, um sich Techniken anzueignen, mit denen Sie den Besuch gut überstehen.

Es ist wie mit dem Schwimmen lernen: Erst üben Sie die Bewegungen im Nichtschwimmerbecken, bis sie sitzen. Dann kommen Sie später auch heil durch raue See. Wenn Ihnen die hier vorgestellten Entspannungstechniken in Fleisch und Blut übergegangen sind, können Sie diese auch dann ausführen, wenn Sie nervös sind.

Ein weiterer Vorteil: Sie haben während der Behandlung etwas, auf das Sie sich konzentrieren können. So liegt Ihre Aufmerksamkeit nicht auf den negativen Aspekten der Situation, sondern Sie nutzen die Zeit sinnvoll.

Atemtechnik gegen Zahnarztangst

Mit der Konzentration auf das Luftholen atmen Sie Ihre Angst einfach weg. Natürlich können Sie die meisten Vorgänge in Ihrem Körper nicht willentlich beeinflussen. Herzschlag und Verdauung beispielsweise entziehen sich Ihrer direkten Kontrolle. Dennoch können Sie indirekt Einfluss nehmen, indem Sie Ihre Atmung gezielt einsetzen.

Jeder weiß, dass bei panischem Herzrasen auch die Atmung flacher und schneller wird. Umgekehrt können Sie sich diesen Zusammenhang ebenfalls zunutze mache: Atmen Sie langsam und bedacht in den Bauch hinein, kontrollieren Sie dies in dem Sie die Hände auf den Bauch legen, um sich gezielt zu entspannen.

So gehen Sie vor, um in Angstsituationen einen ruhigen Atem zu bewahren:

  • Üben Sie zu Hause und in Ruhe. Vergleichen Sie es mit einem Auftritt auf einer Bühne: Je sicherer Sie die Technik verinnerlicht haben, desto besser können Sie auch bei Nervosität darauf zugreifen, ohne sich zu verhaspeln.
  • Zählen Sie Ihre Atemzüge. Normalerweise atmet man acht bis zwölf Mal pro Minute. Wenn Sie es schaffen, Ihren Atem auf nur sechs Mal zu drosseln, wirkt dies ungemein beruhigend. Dies mag im ersten Moment sehr wenig erscheinen, hat aber einen wirksamen Effekt. Und keine Sorge: Sie werden nicht gleich ersticken! 😉
  • Atmen Sie lange und tief aus. Ein gutes Maß ist, wenn das Ausatmen etwa zwei- bis dreimal so lang andauert wie das Einatmen. Zählen Sie innerlich mit, um die Zeit zu kontrollieren.
  • Atmen Sie direkt nach dem Einatmen wieder aus, aber warten Sie einen Moment, um nach dem Ausatmen wieder einzuatmen. Konzentrieren Sie sich dabei genau auf die einzelnen Schritte der Atmung.

Diese Atemtechniken können Sie übrigens nicht nur während der Behandlung, sondern auch bereits vorher im Wartezimmer oder auf dem Weg in die Praxis durchführen, um sich zu beruhigen und ihr rasendes Herz zu entschleunigen.

Progressive Muskelentspannung gegen Zahnarztangst

Wohlfühl-Praxis in Köln

Wohlfühl-Praxis in Köln

Eine weitere Technik, mit der Sie Ihre Anspannung wortwörtlich lösen können, ist die progressive Muskelentspannung. Indem Sie bestimmte Muskelgruppen bewusst an- und wieder entspannen und Ihre Konzentration darauf richten, nehmen Sie Ihren Körper besser wahr und bringen ihn unter Ihre Kontrolle. Mit stetiger Übung lernen Sie, Ihren Körper bewusst zu entspannen. So können Sie auch in Angstsituationen relaxt bleiben und Symptome wie Herzklopfen, Zittern oder Schwitzen mindern.

Die Wirksamkeit der Methode ist wissenschaftlich erwiesen: Etwa 75% der Studien zur progressiven Muskelentspannung berichten deutliche Besserungen der Angstsymptome bei den Betroffenen. Auch die allgemeine Befindlichkeit bessert sich oft. Daher lohnt sich die Technik nicht nur bei Angststörungen, sondern auch, wenn Sie sich einfach nur etwas Gutes tun wollen.

Wie auch bei Atemtechniken gilt: Üben Sie zunächst in entspannter Umgebung zu Hause oder mithilfe eines Therapeuten, bevor Sie sich in die Höhle des Löwen wagen.

 

Übrigens: Ein Stressimpfungstraining ist oftmals auch ein Teil von Verhaltenstherapien, die bei Angststörungen angewendet werden. Im Zusammenspiel mit Konfrontationstherapien sind sie sehr effektiv, um nachhaltig Ängste in den Griff zu bekommen und abzubauen.

Wenn Sie allein nicht weiterkommen, empfehlen wir Ihnen, die Hilfe eines Experten in Anspruch zu nehmen, der Sie auf Ihrem Weg begleitet.