Kiefer- und Nackenschmerzen gehen bei CMD oft Hand in Hand

Kieferschmerzen nach der Zahnbehandlung: Kann das Muskelkater sein?

Endlich geschafft! Die lang erwartete Zahnbehandlung haben Sie hinter sich gebracht und so schlimm, wie vorgestellt war es gar nicht. Im Gegenteil: die Zahnassistentinnen haben Sie beruhigt, der Zahnarzt war verständnisvoll und ging nur soweit, wie Sie es zugelassen haben.

Und trotzdem tritt einige Stunden nach der Behandlung ein unangenehmes Gefühl im Kiefer auf. Je mehr die Betäubung nachlässt, desto stärker nehmen Sie das Schmerzgefühl wahr. Irgendwo im Kiefer breitet es sich großflächig aus. Es lässt sich nicht leicht zuordnen: weder stechender Schmerz, noch dumpfes Pochen, trotzdem nehmen Sie es bei jeder Muskelbewegung wahr.

An Essen ist nicht zu denken, denn beim Sprechen und Öffnen des Kiefers hindert Sie ein schmerzhaftes Ziehen. Die Schmerzen zu beschreiben fällt schwer – fast wie Muskelkater.

Aber kann das wirklich sein? Ist dieses Gefühl nach einer Zahnbehandlung normal oder hat der Zahnarzt etwas falsch gemacht?

Das lange Offenhalten des Mundes kann zu Verspannungen und Muskelkater im Kiefer führen.

Das lange Offenhalten des Mundes kann zu Verspannungen und Muskelkater im Kiefer führen.

Muskelkater nach der Zahnbehandlung – und nun?

Es gibt viele verschiedene Gründe für Kieferbeschwerden nach einer Zahnbehandlung.
Die ungewohnte Haltung mit weit geöffnetem Mund über einen größeren Zeitraum kann tatsächlich zu Muskelkater im Kiefer führen. Der Muskelkater ist unbedenklich und wird nach zwei bis drei Tagen abklingen. Schmerzen müssen Sie während der Abklingphase natürlich trotzdem nicht ertragen – die Symptome lassen sich lindern.

Statt direkt zu Schmerzmitteln zu greifen, können Sie andere Methoden zur Schmerzlinderung wählen. Pressen Sie mit leichtem Druck einen Eiswürfel  oder alternativ eine warme Feuchtigkeitskompresse vor das Ohr der betroffenen Seite. Kälte verringert die Schmerzen, während Wärme die Muskeln entspannt.
Klingen die Schmerzen ab, können Sie die Kiefermuskeln vorsichtig zu dehnen. Dehnen Sie jedoch immer nur so weit, wie es erträglich ist!

Kieferbeschwerden nach der Zahnbehandlung: weitere Ursachen

Kieferschmerzen nach einer Zahnbehandlung können jedoch auch andere Gründe haben. Nicht passgenaue Füllungen und auch das Setzen von Spritzen an unvorteilhaften Stellen können Gründe für Ihre Schmerzen sein.

Generell gilt: sollten die Schmerzen nach 2 bis 3Tagen nicht abklingen oder gar zunehmen, kontaktieren Sie Ihren Zahnarzt! Falls Entzündungen vorliegen oder Füllungen nachbearbeitet werden müssen, sollte dies möglichst früh erkannt werden. Auch wenn es für Sie einen erneuten Gang zum Zahnarzt bedeutet, die Probleme lassen sich dort meist schnell und vor allem professionell beheben.

Zahnschmerzen müssen nicht sein

Gebiss total vernachlässigt – lohnt sich der Zahnarztbesuch überhaupt?

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Unser Team empfängt Sie freundlich in der Praxis.

Seit Jahren sind Sie nicht beim Zahnarzt gewesen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Sie haben keine Zeit. So dringend ist es ja nicht. Und unangenehm ist es auch.

Aber wenn Sie ehrlich mit sich sind, wissen Sie, dass Sie diese Gründe nur vorschieben. Eigentlich ist es Ihre Angst, die Sie davon abhält, den dringend notwendigen Schritt zum Zahnarzt zu gehen.

„Aber mein Gebiss ist doch sowieso schon total kaputt“, sagen Sie. „Es lohnt sich ja eh nicht. Was soll der Zahnarzt schon machen?“

Je länger Sie warten, desto schwieriger wird es. Die Angst vor dem Zahnarzt wächst – sie ist nicht mehr nur die Furcht vor Schmerzen, sondern auch die Angst vor dem Unbekannten. Die Praxis ist eine unbekannte, fremde Welt.

Und dann ist da noch die Scham… Seit Jahren haben Sie niemandem mehr ihr Gebiss gezeigt. Vielleicht vermeiden Sie es sogar, in Anwesenheit Ihrer Freunde und Bekannten zu lächeln. Man könnte ja den Zustand Ihrer Zähne sehen.

Kein Wunder, dass Sie sagen: „Es lohnt sich ja eh nicht für mich, zum Zahnarzt zu gehen.“

Der Weg zum Zahnarzt lohnt sich immer

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Wir sind darauf bedacht, Sie zu unterstützen.

Wir glauben: Und es lohnt sich doch! Es ist ein großer Schritt, der viel Mut erfordert. Unserer Erfahrung nach ist es alles andere als ungewöhnlich, dass ein Angstpatient den Zahnarztbesuch viele Jahre lang aufschiebt – oft 10 oder sogar 20 Jahre.

Doch auch nach so langer Zahnarztabstinenz ist nicht alles verloren. Denn ein guter Zahnarzt hat als oberstes Ziel, Ihnen zu helfen. Sie werden sehen: Wenn Sie den ersten Schritt gemacht haben und die Angst vor dem Unbekannten verlieren, ist alles „nur noch“ halb so schlimm.

Wussten Sie zum Beispiel, dass gar nicht immer umfangreiche Sanierungen notwendig sind? Auch wenn die Wahrscheinlichkeit für die Notwendigkeit von aufwändigen Maßnahmen mit jedem Jahr steigt, das Sie nicht beim Zahnarzt waren: Oft zeigen schon kleine Eingriffe große Wirkung.

Auch nach Jahren lohnt es sich noch,

  • Zahnstein zu entfernen,
  • Zahnfleischbluten zu reduzieren,
  • Karies zu behandeln,
  • zerstörte Zähne zu entfernen,
  • Weisheitszähne zu kontrollieren.

Sie sind am Zug

Wenn Sie sich sorgen, dass alles zu schnell gehen könnte und Sie der Gedanke an den Zahnarztbesuch überfordert, behalten Sie immer im Hinterkopf, dass Sie als Patient das Tempo vorgeben können. Sie müssen keine Behandlung über sich ergehen lassen, die Sie nicht wollen. Wählen Sie ihre eigene Geschwindigkeit.

Ein einfühlsamer Zahnarzt wird Sie nicht dazu nötigen, eine Behandlung durchführen zu lassen, für die Sie noch nicht bereit sind. Sie behalten die Kontrolle.

Glauben Sie also nicht, dass der Zahnarztbesuch sich nicht lohnt, nur weil Sie lange nicht dort waren. Der Zug in Richtung Zahngesundheit ist niemals abgefahren.

Professionelle Zahnreinigung – für ein Wow-Gefühl im Mund

Fahren Sie sich einmal mit der Zunge über die Zähne. Was spüren Sie? Glatte Oberflächen, ebenmäßig wie Keramik, auf der Ihre Zunge nur so dahingleitet? Oder raue, körnige Ablagerungen, die Widerstand leisten und die Ihren Mund unsauber und ungemütlich wirken lassen, egal, wie gründlich Sie putzen?

Nun schauen Sie in den Spiegel und setzen Sie Ihr breitestes Grinsen auf. Zeigen sie Zähne! Was sehen Sie? Helle Beißer mit rosigem, gleichmäßig gefärbtem Zahnfleisch, bei dem Sie die individuellen Zwischenräume erkennen können? Oder erkennen sie unschöne Dinge: Beigefarbenen bis gelblichen Zahnstein, der Zahnzwischenräume und Zahntaschen bedrängt? Gerötetes und entzündetes Zahnfleisch, das beim Zähneputzen blutet? Und seien Sie ehrlich – schlägt Ihnen vielleicht ein schlechter Atem entgegen, wenn Sie gegen den Spiegel hauchen?

Weiße, glatte und saubere Zähne sind ein Schönheitsideal in unserer Gesellschaft. Und auch wenn Sie nicht blind jedem Trend hinterher hecheln sollten, so ist es in dieser Hinsicht tatsächlich auch medizinisch sinnvoll, dem Ideal nachzueifern.

Aber warum ist es eigentlich sinnvoll, Zahnstein zu entfernen?

Zahnstein hat negative Folgen

Reinigung der Zahnzwischenräume mit einer Interdentalbürste Quelle: Milenafoto (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Reinigung der Zahnzwischenräume mit einer Interdentalbürste
Quelle: Milenafoto (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Zahnstein bildet sich, wenn Zahnbelag (auch „Plaque“ genannt; fachsprachlich „Biofilm“) nicht gründlich genug durch Zähneputzen entfernt wird und verhärtet. Zwar lässt sich die Bildung von Zahnstein durch gründliches Zähneputzen eindämmen, aber bei den meisten Menschen baut er sich dennoch nach einiger Zeit auf und lässt sich mit herkömmlichen Methoden nicht mehr entfernen.

Um Ihre Zähne in gutem Zustand zu halten, sollten Sie sie daher regelmäßig professionell reinigen lassen. Denn bei einer Zahnreinigung wird unter anderem auch Zahnstein entfernt und sie müssen nicht unter seinen negativen Folgen leiden. Argumente, die gegen Zahnstein sprechen, gibt es viele. Manche sind medizinisch, manche ästhetisch und wieder andere drehen sich um das eigene Wohlbefinden.

Zum einen macht Zahnstein die tägliche Zahnreinigung komplizierter: Je härter die Ablagerungen, desto schwerer lassen sie sich entfernen. Sie können mit dem bloßen Auge nicht mehr nachkontrollieren, ob sie gründlich genug geputzt haben oder nicht, wenn Zahnstein vorhanden ist. Und auch der Zungen-Test funktioniert nicht mehr zuverlässig.

Die Zahnzwischenräume sind auch für ein zahnsteinloses Gebiss nicht einfach zu reinigen. Mit Zahnstein erhöhen Sie den Schwierigkeitsgrad noch weiter, denn Zahnzwischenraum-Bürstchen lassen sich schwerer oder gar nicht mehr einführen. Auch Zahnseide bleibt hängen und kann so nicht ihre volle Reinigungswirkung entfalten.

Oft macht sich mit zu viel Zahnstein auch ein schlechter Geschmack im Mund breit. Dieser macht sich bei Ihren Mitmenschen ggfs. als Mundgeruch bemerkbar. Vielleicht küsst Ihr Partner Sie deswegen sogar weniger? Außerdem sieht Zahnstein einfach nicht besonders attraktiv aus. Das führt dazu, dass Sie als Betroffener seltener lächeln. Und das ist nun wirklich schade!

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Ohne Zahnstein lächelt es sich schöner.

Da Zahnstein eine körnige Oberfläche hat, können Bakterien hier besonders gut Fuß fassen und lassen sich schlechter entfernen. Das führt zu Entzündungen am Zahnfleisch. Bald kommt es zu Zahnfleischbluten. Unbehandelt kann sich eine Parodontitis entwickeln, eine chronische Entzündung des Zahnfleischs. Hier droht Zahnverlust.

Daher sollten Sie Zahnstein regelmäßig entfernen lassen. Je regelmäßiger Sie Ihre Zähne professionell säubern lassen, desto kürzer dauert die Behandlung. Idealerweise alle 4-6 Monate.

Und anschließend machen Sie noch einmal den Zungen- und den Spiegel-Test. Na, wie ist der Unterschied? Für viele ist genau dieses saubere Wow-Gefühl danach das Beste am ganzen Zahnarztbesuch!