Endodontie – aber schmerzfrei!

Erfahren Sie mehr über die Wurzelbehandlung (Endodontie) und warum sie trotz ihres schlechten Rufs oft schmerzfrei ist. Die Behandlung zielt darauf ab, den Zahn zu erhalten und Schmerzen zu lindern. Erfahren Sie auch, wie Sie wurzelbehandelte Zähne richtig pflegen können.
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Die Zahnarztpraxis für Angstpatienten in Köln

Die Wurzelbehandlung hat einen schlechten Ruf, nicht nur bei Angstpatienten. Kaum eine Prozedur wird so sehr gefürchtet – zu Unrecht. Denn mit modernen Anästhesie-Maßnahmen ist die Behandlung schmerzfrei.

Wurzelbehandlung – was ist das überhaupt?

Bei einer Endodontie (im allgemeinen Sprachgebrauch auch Wurzelbehandlung genannt) wird der Zahnnerv (fachsprachlich: Pulpa) aus dem Wurzelkanal entfernt. Anschließend wird er gesäubert und das infizierte Wurzeldentin abgetragen, um alle Bakterien zu entfernen. Abschließend wird der Wurzelkanal versiegelt, um eine erneute Infektion zu vermeiden.

Zahn Pulpa
Wenn die Pulpa irreversibel entzündet ist, ist eine Wurzelbehandlung notwendig.

Eine Wurzelbehandlung ist immer dann notwendig, wenn die Pulpa irreversibel entzündet oder komplett abgestorben ist. Eine solche Pulpitis kann z.B. durch Karies auftreten, wenn Bakterien den Zahnnerv angreifen.

Eine solche Entzündung ist gefährlich, weil sie droht, sich weiter auszubreiten – über den Kieferknochen hinein bis ins Weichgewebe. Durch die Wurzelbehandlung wird die Ursache der Entzündung entfernt.

Aber auch beim Zahnersatz kann eine Wurzelbehandlung notwendig werden, wenn so viel Zahnsubstanz abgetragen werden muss, dass der Nerv freiliegt. Um eine Pulpitis zu verhindern, wird die Wurzelbehandlung hier präventiv durchgeführt.

Wurzelbehandlung – wirklich notwendig?

Eine Wurzelbehandlung hat drei Aufgaben. Die Behandlung…

  • … entfernt Bakterien,
  • … verhindert Neuinfektionen,
  • … erhält den Zahn.

Dabei ist sie kosteneffektiv: Endodontie ist günstiger als eine Zahnentfernung und anschließende Versorgung. Hinzu kommt, dass das Entfernen eines Zahns bei vielen Menschen Stress auslöst und als unangenehmer empfunden wird als eine Wurzelbehandlung. Auch in Bezug auf das Eindringen von Bakterien ist Endodontie weniger riskant.

Außerdem kann der Zahn bei einer Wurzelbehandlung für gewöhnlich bis ans Lebensende erhalten bleiben. Und ein eigener Zahn ist einem Zahnersatz meist vorzuziehen – selbst wenn er nicht mehr vital ist.

Wurzelbehandlung – höllische Schmerzen?

Bei einer Wurzelbehandlung wird die Pulpa entfernt, der Wurzelkanal gesäubert und anschließend aufgefüllt.

Zahnwurzelbehandlung, Endodontie
Bei einer Wurzelbehandlung wird die Pulpa entfernt, der Wurzelkanal gesäubert und anschließend aufgefüllt.

„Aber eine Wurzelbehandlung schmerzt doch! Wieso sollte ich mich dieser Tortur unterziehen?“ Hier können Sie aufatmen: Endodontie war früher schmerzhaft, doch mit modernen Anästhesie-Maßnahmen tut die Behandlung nicht weh. Das Gefühl ist etwa vergleichbar mit dem Setzen einer Füllung.

Die Wurzelbehandlung hat in Bezug auf mögliche Schmerzen einen schlechteren Ruf, als sie ihn verdient: Eine Studie zeigt, dass Patienten, die bereits eine Wurzelbehandlung hinter sich haben, diese Prozedur 6x häufiger als „nicht schmerzhaft“ bewerten als Personen, die noch keine Erfahrung mit Endodontie gemacht haben. Die Angst vor dem Schmerz ist also größer als die tatsächliche Unannehmlichkeit bei der Behandlung.

Es ist keine Schande, Angst vor Schmerzen zu haben – aber der Schmerz, der mit einer entzündeten Pulpa einhergeht, ist größer als der Schmerz einer Wurzelbehandlung. Falls trotzdem zu viel Angst vor dem Eingriff besteht kann der Zahnarzt für die Behandlung auch Beruhigungsmittel oder Lachgas anwenden.

Wurzelbehandlung – und was kommt danach?

Die ersten Tage nach der Wurzelbehandlung benötigen Ihre Zähne noch etwas Zeit – sie sind durch den Eingriff vorübergehend empfindlicher. Nach einigen Tagen legt sich sie.

Allerdings gilt für wurzelbehandelte Zähne: Obwohl sie nicht mehr vital sind, müssen sie genauso sorgfältig gepflegt werden wie gesunde Zähne. Das bedeutet: mindestens 2x täglich putzen, Zahnseide nutzen und sie regelmäßig beim Zahnarzt untersuchen lassen. Außerdem sind sie mit mehr Vorsicht zu behandeln als vitale Zähne. Da sie nicht mehr mit Blut versorgt werden, brechen sie schneller. Bei besonders harten oder kalten Nahrungsmitteln ist also Vorsicht geboten. In der Regel werden solche Zähne nach 6 Monaten mit Kronen versorgt.

Eine Wurzelbehandlung ist also nicht so schlimm wie ihr Ruf. Im Gegenteil: Sie ermöglicht es, Ihren Zahn zu erhalten – bei guter Pflege bis ans Lebensende.

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